Es begann mit zwei Bewohnerinnen, die Schutz vor häuslicher Gewalt suchten. Inzwischen wurde sehr vielen Frauen geholfen in ein gesichertes Leben zurückzufinden. MAHER beschützt und betreut sie seelisch, geistlich und materiell. Ziel ist die Rehabilitation und, soweit möglich, die Versöhnung mit der Familie. Durch eine Ausbildung und die Vermittlung in Arbeit sollen die Frauen wirtschaftlich unabhängig werden. Kinder erfahren eine liebevolle Erziehung und Schulausbildung, die sie zu einem Beruf und einem selbstbestimten, würdigen Leben befähigen. In mehr als 60 Häusern von MAHER, die in unterschiedlichen Bundesstaaten in Indien betrieben werden, leben mehrere hundert Frauen und Kinder, die sonst auf der Straße leben müssten. Außerdem hat MAHER über 40 Kindergärten in verschiedenen Dörfern und Slums gegründet und unterstützt über 600 Familien mit Grundnahrungsmitteln. Seit einiger Zeit kümmert sich MAHER auch um ausgestoßene, ältere Männer und unterstützt Wanderarbeiter mit ihren Familien. Geleitet wird die Einrichtung von Sr. Lucy Kurien. Die Arbeit leisten Sozialarbeiter, Betreuer und freiwillige Helfer aus allen Nationen.

Der frühere Pfarrer der Liebfrauengemeinde, Msgr. Kilian Nuß, lernte das Frauen- und Kinderprojekt MAHER im Jahr 2003 am Rande eines Theologenkongresses in Mumbai kennen. Sein Bericht war für die Liebfrauengemeinde Anlass, spontan eine Patenschaft zu übernehmen und das „Jahr für MAHER“ auszurufen; die Erlöse aller Feste wurden nach MAHER überwiesen. Auch später gab es immer wieder einzelne Aktionen und Scheinwerfer-Sonntage, um Spenden zu erhalten.

2007 reiste eine Gruppe von 28 Personen aus der Liebfrauengemeinde nach Indien und konnte dort die Arbeit von Sr. Lucy und ihren Helfern vor Ort sehen. Sie waren so begeistert, dass die Idee aufkam, MAHER nachhaltig zu unterstützen. Der Förderverein für MAHER e.V. wurde 2007 mit 45 Gründungsmitgliedern gegründet. Seit dieser Zeit ist der Vorstand des Fördervereins in enger Verbindung mit Sr. Lucy und dem Maher Leitungsteam. Der Verein verfügt seit dem ersten Jahr seines Bestehens über eine fast konstante Zahl von 120 Mitgliedern. Die Arbeit des Vereins und vor allen Dingen die Spender des Vereins ermöglichen es, den MAHER Einrichtungen jährlich ca. 20.000 Euro als planbare Unterstützung zukommen zu lassen. Der Verein hat keine Overheadkosten, sodass jeder gespendete Euro ohne Abzug nach Maher überwiesen werden kann. 

Ende 2025 wurde die Indienhilfe Kelkheim aufgelöst. Einige Mitglieder der Indienhilfe Kelkheim sind dem Förderverein für MAHER beigetreten und unterstützen auf dem Weg nun die Projekte in MAHER. 

Als Kernvorstand fungieren aktuell Joachim Gädeke (Vorsitzender), Rosa Maria Marling (2. Vorsitzende), Tino Martin Marling (Schatzmeister), Claudia Keller-Noe (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Johann Fischer, Wolfgang Müller-Kölbl, Willi-Klaus Nawrath, Gerda Kraus und Reinhold Walter.